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Großes Potenzial in der Weiterbildung

Gründer-Geheimnis Keelearning: Digitale Weiterbildung leicht gemacht

Der Mensch lernt ein Leben lang. Damit das auch im Berufsalltag umgesetzt werden kann, sollten Unternehmen Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten. An dieser Stelle hakt es allerdings bei einigen Unternehmen. Entweder sind die Angebote sehr rar oder die Weiterbildungen sind nicht wirklich digital. Für diesen Umstand hat die Gründerin von Keelearning eine smarte digitale Lösung entwickelt.

Weiterbildung im Arbeitsleben ist ein wichtiges, aber oft vernachlässigtes Thema. Teilweise ist der Bereich kaum digitalisiert oder voller sprachlicher Barrieren. Daran wollte Norma Demuro unbedingt etwas ändern. Gerade Weiterbildung und auch Onboardings sind prädestiniert dafür, als digitale Lösung angeboten zu werden. Genau das hat sie mit Keelearning entwickelt. Erfahre in diesem Gründer-Geheimnis mehr zu ihren Beweggründen, und welche Rolle Künstliche Intelligenz bei ihrer E-Learning-Lösung spielt.

Phase 1 – Ideenfindung

Wie genau entstand die Geschäftsidee für Keelearning?

Die Geschäftsidee für Keelearning entstand aus dem Wunsch, Bildung für jeden zugänglich zu machen. Der genaue Moment, in dem die Idee geboren wurde, war während meines Studiums, als ich feststellte, wie ineffizient und veraltet die traditionellen Lernmethoden waren. Ich erkannte das Potenzial der Digitalisierung und des E-Learnings, um den Lernenden interaktive und personalisierte Bildungserfahrungen zu bieten.

Wie lief die Namensfindung ab? Warum hast du dich für „Keelearning“ entschieden?

Die Namensfindung war ein kreativer Prozess. Ich wollte einen Namen, der sowohl das Lernen als auch die Kontinuität betont. Nach einigen Überlegungen entschied ich mich für „Keelearning“, eine Kombination aus „Key“ (Schlüssel) –  im Slang könnte man auch „Kee“ sagen und „Learning“ (Lernen). Der „Kee“ soll der Schlüssel zum Wissensschatz im Unternehmen sein. Am Ende kam dann Keelearning dabei raus.

Wie und wann hast du erkannt, dass es sich um ein lukratives Geschäftsmodell handelt?

Firstline Worker, also solche, die in Produktion, Shops, Logistik oder Service arbeiten sind das Herz vieler Organisationen. Trotzdem gibt es für sie kaum fortschrittliche und flexible Weiterbildungs-Lösungen. Es war von vornherein für mich klar, dass hier ein Need besteht. Gerade mit Blick auf das Thema Inklusion braucht es mobile Lernlösungen, um diese Berufsgruppe beim Thema lebenslanges Lernen mitzuberücksichtigen. Hinzu kommt, dass wir in vielen Branchen ohne ausländische Fachkräfte in der Firstline nicht mehr auskommen. Auch hier bieten wir mit Keelearning Lösungen, damit allen Mitarbeitenden, unabhängig von Standort, Sprache oder Herkunft, Zugang zu Wissen ermöglicht wird.

Phase 2 – Planung

Wie hast du dich informiert? Wie hast du dich bei der Planung unterstützen lassen?

Ich habe mich im ersten Schritt intensiv mit der potenziellen Zielgruppe auseinandergesetzt, um ihre Bedürfnisse und Erwartungen zu verstehen. Wobei ich sagen muss, dass ich die Bedürfnisse der Zielgruppe schon von klein auf kenne: Meine Familie ist aus Italien nach Deutschland eingewandert. Alle waren Arbeiter in der Produktion oder im Handwerk und hatten auch immer dann, wenn es um Weiterbildung ging, durch die Sprachbarriere Schwierigkeiten und waren verunsichert. Daher verstehe ich die „Übersetzer-Rolle“ zwischen Frontlinern und Unternehmen sehr gut.

Um den konkreten Schritt von der Angestellten zur Unternehmerin zu vollziehen, habe ich mich auf diversen Plattformen über die Formalitäten informiert.  Mit den Basisinfos zur Gründung selbst, der privaten Absicherung etc. in der Tasche hatte ich mehrere Gespräche mit einem Gründungsberater, der mich bis zur Gewerbeanmeldung begleitet hat.

Wie hast du den Businessplan für Keelearning erstellt?

Der Businessplan umfasste eine gründliche Marktanalyse, bei der ich den Wettbewerb, die Zielgruppe und die Markttrends untersuchte. Für die Marktanalyse empfehle ich angehenden Gründenden, Datenbanken, Branchenberichte, Umfragen und Social-Media-Analysen zu nutzen, um ein umfassendes Bild des Marktes zu erhalten. Aber vor allem Gespräche mit Personen, die bereits im Zielmarkt tätig sind, sind sehr zu empfehlen.

Der Finanzplan beinhaltete eine detaillierte Umsatz- und Kostenprognose sowie eine Einschätzung der erforderlichen Investitionen. Hier ist es wichtig, realistische Annahmen zu treffen und auch einen Plan B für verschiedene Szenarien zu entwickeln. Klar, Planung ist wichtig. Aber jeder Gründende weiß, insbesondere wenn man bootstrapped startet, dass die Realität die Planung überholt. Darauf sollte man vorbereitet sein.

Was das Gründerteam betrifft, ist es entscheidend, ein Team mit vielfältigen Fähigkeiten und Kompetenzen zusammenzustellen. Das Team war natürlich nicht von Beginn an vorhanden. Als Einzelgründerin habe ich zunächst alle Aufgaben in Personalunion übernommen. Mit wachsendem Erfolg und damit einhergehend mit vorhandenen finanziellen Ressourcen, konnte ich Schritt für Schritt ein Team zusammenstellen und mich mehr um meine Unternehmeraufgaben kümmern. Ich habe dabei gezielt nach Partnern und Mitarbeitenden gesucht, die über Fachkenntnisse im Bereich E-Learning, Technologie und Sales verfügen, um so ein heterogenes Team aufzubauen.

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Welche Schritte standen noch an, bis Keelearning online ging?

Vor dem Start der Plattform habe ich zunächst einen Prototypen für eine Quiz-App als gamifizierte Lernlösung in Unternehmen gebaut. Durch die Veranschaulichung meiner Idee konnte ich nach anfänglichen Marketingaktionen die Aufmerksamkeit von Interessenten gewinnen und so kam es dann zum ersten Auftrag für die Umsetzung der Quiz-App. Das Ganze hatte einen sportlichen Rahmen von sechs Wochen bis Livegang. Das sind die Chancen, auf die man als Gründerin wartet und ich habe die Challenge angenommen. Die Zusammenarbeit mit dem damaligen Entwickler war allerdings alles andere gut: der straffe Zeitplan musste eingehalten werden. Aber das Commitment des Entwicklers musste ich immer wieder einholen. Für mich ist Verlässlichkeit ein wichtiger Wert. So dass ich nach dieser Erfahrung bei allen künftigen Zusammenarbeiten mit Partnern oder Mitarbeitenden darauf achte, dass das Commitment stimmt.

Phase 3 – Gründung

Wie viel Potenzial besitzt diese Branche, warum sollten angehende Gründer in dem Bereich neue Konzepte entwickeln?

Die Bildungsbranche besitzt ein enormes Potenzial, da lebenslanges Lernen für viele Menschen immer wichtiger wird. Mit der Digitalisierung eröffnen sich neue Möglichkeiten, um Bildung zugänglicher, flexibler und personalisierter zu gestalten. Insbesondere durch den Einfluss der COVID-19-Pandemie hat sich die Nachfrage nach flexiblen, ortsunabhängigen Lernmöglichkeiten stark erhöht. Angehende Gründer haben die Chance, innovative Konzepte zu entwickeln und den Bedürfnissen der Lernenden gerecht zu werden.

Welche Vorteile bietet ein Online-Business für dich als Gründer?

Eine Menge! Meine Mitarbeitenden und ich können von jedem Ort aus arbeiten. Das sorgt natürlich auch dafür, dass wir ortsunabhängig nach den besten Teammitgliedern Ausschau halten können. Darüber hinaus können wir mit Keelearning wachsen, also skalieren, ohne dass wir im gleichen Verhältnis unsere physischen Ressourcen erweitern müssen. Für mich persönlich ist es sehr spannend, auch Kunden und Usern weltweit mit unserer Lösung zu erreichen.

Beim Gründen läuft nicht immer alles glatt: Welche Fehler hast du gemacht?

Ja, klar habe ich Fehler gemacht und das ist auch gut so. Die Learnings aus Fehlern benötigt man für Wachstum. In der Gründungsphase war ich mir noch nicht so richtig über meine Werte im Klaren. Demnach habe ich bei Mitarbeitenden eher auf das Skillset geschaut, und weniger darauf, ob wir zusammen passen. Bewerbungsgespräche führen muss man trainieren. Dein Gegenüber verkauft sich in dieser Phase natürlich auch von seiner besten Seite und mit den richtigen Fragen und vielen Gesprächen, die ich mit der Zeit geführt habe, wurde ich besser. Fehler gehören dazu und werden auch in späteren Phasen nicht verschwinden.

Phase 4 – Wachstum

Welche Meilensteine hast du mit Keelearning schon erreicht?

Mit Keelearning haben wir bereits einige Meilensteine erreicht. Die Plattform ist erfolgreich gestartet und die Nutzerbasis wächst konstant. Darüber hinaus hat sich der Funktionsumfang an die Nutzerbedürfnissen angepasst. Unsere Plattform basiert auf Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen. Damit passen wir das Lernerlebnis individuell an. Wir erhalten von unseren Kunden positive Rückmeldungen, insbesondere hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit, der Zugänglichkeit für die Firstline-Worker und der Qualität der Inhalte.

Darüber hinaus haben wir Partnerschaften mit Unternehmen aufgebaut, die unsere Plattform als Reseller für ihre Branchen einsetzen. Das freut uns besonders, denn die Frage „Make or Buy“ hat sich für diese Unternehmen nicht mehr gestellt, nachdem sie Keelearning kennengelernt haben.

Was macht Keelearning so besonders? Beschreibe bitte deine einzigartige Strategie bzw. das Alleinstellungsmerkmal.

Keelearning bietet eine ganzheitliche E-Learning-Plattform für Unternehmen an, die vor allem in Sachen Zugänglichkeit einzigartig auf dem deutschen Markt ist. Denn alle Funktionen der Plattform sind sowohl über den Desktop als auch mobil verfügbar. Dadurch können auch Non-Desk-Worker problemlos erreicht werden, selbst ohne eine E-Mail-Adresse. Egal ob im Handel, am Point of Sales, in der Industrie oder im Außendienst – mit Keelearning können Unternehmen alle Angestellten und Stakeholder unkompliziert über ihr Smartphone erreichen.

Ein weiteres  Merkmal ist unser KI-gestütztes Autotranslate, das Inhalte mit nur einem Klick in zahlreiche Sprachen übersetzt. Dadurch ermöglichen wir schnelle und verständliche Onboardings sowie Weiterbildungen für alle Mitarbeiter. Als zeitgemäße Plattform für das Jahr 2023 basiert Keelearning auf Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen. Dadurch können wir das Lernerlebnis individuell anpassen und den Bedürfnissen jedes Einzelnen gerecht werden.

Zusätzlich zur Bereitstellung des Lernwerkzeugs bieten wir auch schon vorgefertigte Kurse an. Das macht die Arbeit der E-Learning-Manager noch effizienter: Unternehmen erhalten direkt Zugang zu qualitativ hochwertigen Inhalten, die sie für Schulungen und Weiterbildungen nutzen können.

Wir verbinden auch zukünftig neue Technologien mit mehrwertstiftender Didaktik, um den Wissenstransfer, insbesondere in einer agilen Arbeitswelt, noch ansprechender, effektiver und personalisierter zu gestalten.

Welche Marketing-Kanäle hast du bisher genutzt? Beschreibe bitte, was besonders gut funktioniert hat.

Wir nutzen verschiedene Marketing-Kanäle, um Keelearning bekannt zu machen. Dabei ist der Fokus klar auf Online-Marketing ausgerichtet. Wir schalten Online-Anzeigen, sowohl über Suchmaschinen als auch auf relevanten Websites und sozialen Medien. Dadurch konnten wir eine breite Zielgruppe erreichen und unser Branding stärken. Wir erstellen informative und ansprechende Inhalte wie Blogartikel, E-Books und Whitepapers, um unser Fachwissen zu teilen und potenzielle Kunden anzusprechen. Guter Content funktioniert immer. Je nach Phase und Budget muss jeder Gründer individuell herausfinden, was für das Unternehmen am besten funktioniert.

Welche geheimen Tipps kannst du angehenden Gründern geben? Auch bezogen auf Erfolgsstrategien in schwierigen Phasen.

Sei immer auf deine Vision fokussiert: Es ist wichtig, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und sich nicht von kurzfristigen Hürden ablenken zu lassen. Halte deine langfristigen Ziele im Blick und arbeite konsequent daran, sie zu erreichen.

Sei offen für Feedback und lerne aus Fehlern: Feedback von Kunden, Nutzern und anderen Experten ist von unschätzbarem Wert. Nutze es, um deine Produkte und Dienstleistungen zu verbessern und dich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Lerne aus Fehlern und betrachte sie als Chancen, zu wachsen und besser zu werden.

Bleibe flexibel und passe dich an: In schwierigen Phasen ist es wichtig, flexibel zu bleiben und sich an neue Gegebenheiten anzupassen. Sei bereit, neue Wege zu gehen und deine Strategie anzupassen, um den sich verändernden Marktbedingungen gerecht zu werden.

Baue ein starkes Team auf: Suche nach talentierten und engagierten Mitarbeitenden, die deine Vision teilen und zum Erfolg des Unternehmens beitragen können. Sorge für klare Kommunikation, eine positive Unternehmenskultur und regelmäßige Weiterentwicklung deines Teams.

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Über den Autor

Autorenprofil: Lea Minge

Lea Minge

Lea ist bei Gründer.de für die täglichen News zuständig. Im Bereich Wirtschaft, Startups oder Gründer hat sie den Überblick und berichtet von den neuesten Trends, Entwicklungen oder Schlagzeilen. Auch bei der Sendung “Die Höhle der Löwen” ist sie eine wahre Expertin und verfolgt für unsere Leser jede Sendung. Damit kennt sie die wichtigsten DHDL-Startups, -Produkte und Informationen zu den Jurymitgliedern. Daneben hat sie immer einen Blick auf die neuesten SEO-Trends und -Anforderungen und optimiert fleißig den Content auf Gründer.de. Neue Ideen für Texte bleiben da nicht aus. Schon früh interessierte sie sich fürs Schreiben, weshalb sie ein Studium in Germanistik und Kommunikations- und Medienwissenschaft in Düsseldorf absolvierte. Nach Abschluss ihres Bachelors macht sie seit Oktober 2022 ihr Volontariat in der Online-Redaktion von Gründer.de.

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