Hintergrund und Zustimmung der Gläubigerversammlung
Die DS-Gruppe gehört zur Social Chain AG, die Ende Juli Insolvenz angemeldet hat. Seit dem 1. Oktober befindet sich das Unternehmen im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. In einer Mitteilung gab die Social Chain AG bekannt, dass die Gläubigerversammlung ihre Zustimmung zum Verkauf der DS-Gruppe an eine Erwerbergesellschaft um Ralf Dümmel erteilt hat. Auch Dümmels Geschäftspartner Hanno Hagemann gehört zu den neuen Eignern.
Der Verkauf der DS-Gruppe
Dümmel und Hagemann waren bis vor zwei Jahren bereits Eigner der DS-Gruppe. Die beiden haben diese für 220 Millionen Euro an die Social Chain AG verkauft und sind dort mit eingestiegen. Die Social Chain AG ist kurz darauf in Frankfurt an die Börse gegangen. Dümmel und Geschäftsführer der Social Chain AG, Dr. Georg Kofler, waren aus diesem Grund sogar gemeinsam als Team bei Die Höhle der Löwen. Danach waren sie wechselseitig zu sehen und zuletzt war Dr. Georg Kofler nicht mehr Teil der Jury. Nachdem die Social Chain AG im Juli Insolvenz angemeldet hat, gab es Spekulationen, inwiefern sich das auf die nächsten Staffeln Die Höhle der Löwen auswirken könnte. Publikumsliebling Dümmel hat nun aber die DS-Gruppe zurück und damit auch Investitionsgruppe.
Transaktion und Verwendung des Kaufpreises der DS-Gruppe
Gemäß der Mitteilung verwendet die Social Chain AG 3,5 Millionen Euro des Kaufpreises zur Befriedigung der Gläubiger. Weitere 3 Millionen Euro fließen in die Kapitalrücklage der DS-Gruppe zur Tilgung von Bankverbindlichkeiten. Der Verkauf ist das Ergebnis eines marktüblichen M&A-Verkaufsprozesses (Merger and Acquistion), der von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte durchgeführt wurde. Der Vorstand der Social Chain AG erwartet den Vollzug der Transaktion bis Ende November oder Anfang Dezember dieses Jahres.
Die Social Chain AG
Nach der Kundgabe der Insolvenz haben sämtliche Aufsichtsratsmitglieder ihre Ämter mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Damit nicht genug ist die Aktie der AG nur noch ein Pennystock. Was jetzt nur noch wenige Cent pro Stück wert ist, war zu Beginn des Börsengangs rund 50 Euro pro Aktie wert. Die Aktie wurde auch als „Volksaktie“ gehandelt und hätte eine steile Kurs nach oben einschlagen können. Nun ist die Aktie nichts mehr wert und die Insolvenz läuft.

Lea Minge