Was meinst du: Wurde dieser Text von einem Menschen oder einer KI geschrieben? Diese Frage wäre vor Jahren noch undenkbar gewesen, ist aber nun gar nicht so unwahrscheinlich. Seit kurzer Zeit macht die neue Text-KI ChatGPT die Runde und wird in einer Innovationsreihe mit Google oder dem IPhone gehandelt. Was ChatGPT kann und weshalb es sowohl gefeiert als auch gefürchtet wird, erfährst du hier. Und ob es dich freut oder ärgert: Diesen Text hat ein Redakteur ohne KI geschrieben.
Was kann ChatGPT?
Spätestens seit dem Weltwirtschaftsforum in Davos ist ChatGPT in aller Munde. Die KI ist ein ChatBot, der dir sehr schnell nach deinen Wünschen Texte runterschreibt. Dabei ist es vollkommen egal, ob es ein wissenschaftlicher Essay, eine kurze News oder ein Liebesbrief sein soll. Anhand von ein paar Stichpunkten, mit denen du die KI fütterst, erstellt ChatGPT dir deinen passenden Text zusammen. Auch so etwas wie Kampagnen, Lyrics im Stil eines bestimmten Künstlers oder Drehbücher kann die KI verfassen.
Gerade Online-Journalisten, die mit ihren Texten den Leser begeistern wollen und gleichzeitig ein Ranking aufbauen wollen, stehen nun vor der Frage, ob das bei generierten Texten überhaupt noch möglich ist. ChatGPT, Experten und Google sagen gleichermaßen aus, dass das kein Problem sei. Die Texte werden dadurch nicht schlechter bewertet oder gesperrt. Daher stellt es erstmal kein Problem dar, die KI zu nutzen.
Wie ist die Stimmung zu dem Tool?
Die Stimmung ist größtenteils euphorisch, da es Innovation in diesem Ausmaß lange nicht mehr gab. Langezeit waren neue Techniken, Tools oder Programme immer nur kurzzeitig populär, wobei das Interesse schnell wieder abflaute. Der Aufschwung von ChatGPT hält aktuell noch an, denn das Tool ist für die breite Masse verfügbar. Aktuell gibt es eine kostenlose Version und eine kostenpflichtige Version. Auf den großen Ansturm war ChatGPT nicht unbedingt vorbereitet, denn aktuell stürzt die kostenlose Version immer wieder ab oder ist aufgrund des hohen Ansturms nicht für alle verfügbar.
Es gibt natürlich auch Stimmen, die sich gegen solche KIs aussprechen. Einige sehen KIs als Gefahr für Berufsgruppen, andere wiederum haben technische Bedenken. Die Korrektheit der Informationen ist nicht immer prüfbar, außerdem seien einige Antworten schlichtweg falsch. Dass die Berufsgruppe der Journalisten um ihre Arbeit bangen muss, ist vorerst ausgeschlossen. Fakt ist, dass sie deutlich schneller mehr Anmeldungen erlangte, als Spotify oder Instagram seiner Zeit. Ob die KI ChatGPT sich weiter hält und wie die Nutzung in Zukunft verläuft, zeigt sich im Verlauf des Jahres.

Lea Minge