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Ein Überblick

Die glorreichen Sieben: Warum die US-Aktien weltweit beliebt sind

Die glorreichen Sieben sind Aktien, die vor allem 2022 besonderen Einfluss auf die Börse hatten. Wer zu diesen Aktien zählt, ob sie auch die teuersten Aktien sind und wie die Prognose für 2024 ausfällt, erfährst du hier.

Was sind die glorreichen Sieben?

In diesem Kontext reden wir nicht von den Filmen rund um Sieben Ritter und Helden. Am Aktienmarkt sind die glorreichen Sieben bestimmte Aktienunternehmen. Privatanleger und Investoren wissen direkt, wer gemeint ist, doch Anfänger können damit wahrscheinlich nicht so viel anfangen. Diese sind so dominant auf dem Aktienmarkt in den USA und weltweit, dass sie nicht unbeachtet bleiben können. In der Vergangenheit haben sie ihre Fähigkeit zur Generierung von hohen Gewinnen unter Beweis gestellt.

Diese US-Unternehmen haben den Aktienmarkt und die Börse maßgeblich beeinflusst, sowohl als Einzelaktien als auch als bedeutender Bestandteil großer Fonds wie dem Nasdaq 100. Obwohl sie im Jahr 2023 einige Verluste hinnehmen mussten, bleiben sie dennoch die treibende Kraft – aufgrund ihrer hohen Bekanntheit und ihres großen Einflusses auf die Gesellschaft. Sie haben bewiesen, dass sie in der Lage sind, gute Gewinne zu erzielen und den Markt zu lenken. Daher ist es für Investoren und Anleger unerlässlich, diese Unternehmen und deren Aktien im Auge zu behalten.

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Welche Unternehmen zählen zu den glorreichen Sieben?

Alphabet

Die Alphabet-Aktie, auch bekannt als Google-Aktie, ist seit 2004 an der Börse notiert und hat mit Ausnahme einiger bekannter Einbrüche wie dem Börsencrash von 2008 und 2023 nach einem Rekordhoch im Jahr 2022 kontinuierlich an Wert gewonnen. Die Aktie begann mit einem Wert von 2 USD und liegt derzeit bei rund 125 bis 130 USD. Sie gehört zum Alphabet-Konzern, der von Larry Page und Sergey Brin gegründet wurde und derzeit von Sundar Pichai geleitet wird. Die Alphabet-Aktie hat sich im Laufe der Jahre als eine solide Investition erwiesen und zeigt eine bemerkenswerte Stabilität und Wachstum.

Amazon

Die Amazon-Aktie ist eine der glorreichen Sieben und wurde bereits im Jahr 1997 an der Börse eingeführt. Zu Beginn wurde sie zu einem Preis von 0,03 USD gehandelt und hat sich seitdem kontinuierlich entwickelt. Obwohl es zu Beginn der 2000er Jahre einen leichten Aufschwung gab, ist das Wachstum seitdem konstant geblieben. Amazon wurde im Jahr 1994 von Jeff Bezos gegründet und hat sich seitdem zu einem der weltweit größten Unternehmen im Bereich des Online-Handels entwickelt. Aktuell liegt der Kurs der Amazon-Aktie bei rund 160 USD.

Apple

Apple wurde 1976 von den Gründern Steven Jobs, Stephen Wozniak und Ronald Wayne gegründet. Mit der Einführung des ersten Apple Macintosh im Jahr 1984 und später des iPods, iPhones und iPads revolutionierte das Unternehmen die Technologiebranche. Die Aktie von Apple hat sich seit ihrem Börsengang im Jahr 1992 zu einer der erfolgreichsten Aktien entwickelt und ist heute eine der wertvollsten Unternehmen weltweit. Der derzeitige Aktienkurs beträgt auch etwa 160 USD. Durch den Innovationsgeist und die visionäre Führung von Apple hat das Unternehmen den Markt immer wieder mit bahnbrechenden Produkten überrascht und sich so einen festen Platz in der Geschichte der Technologie gesichert.

Meta

Meta, früher noch Facebook, ist ein amerikanisches Unternehmen, das im Jahr 2012 an die Börse ging. Derzeit liegt der Aktienkurs bei rund 450 US-Dollar. Allerdings gab es im Jahr 2022 einen erheblichen Einbruch. Das war zum einen auf die Zinswende zurückzuführen, zum anderen aber auch auf die Investitionen in den Metaverse-Bereich, der defizitär war, und schwächelnde Nutzerzahlen und Werbeeinnahmen. Das Unternehmen wurde im Jahr 2004 von Mark Zuckerberg, Eduardo Saverin, Dustin Moskovitz und Chris Hughes für die Harvard University gegründet. Meta ist nicht nur für die Plattform Facebook bekannt, sondern besitzt auch Instagram und WhatsApp. Die Aktie des Unternehmens ist ebenfalls an der Nasdaq gelistet.

Microsoft

Microsoft ist derzeit an der Börse mit einem Wert von etwa 370–380 USD gehandelt. Das Unternehmen ging 1991 an die Börse und startete mit einem Aktienkurs von ungefähr 0,77 USD. Es erlebte einen Anstieg bis zum Jahr 2000, danach schwankte der Kurs für etwa 15 Jahre zwischen 15 USD und 50 USD. Seit 2015 befindet sich Microsoft wieder im Aufstieg. Das Unternehmen wurde 1975 von Bill Gates und Paul Allen gegründet und ist bekannt für seine Produkte wie Windows, Office, Xbox und Surface.

Nvidia

Im Jahr 1993 wurde Nvidia von Jen-Hsun Huang, Curtis Priem und Chris Malachowsky gegründet. Das Unternehmen ist heute einer der führenden Entwickler von Grafikprozessoren und Chipsätzen für PCs, Server und Spielkonsolen. Der aktuelle Aktienkurs liegt bei etwa 820 USD, während der Börsenwert 1999 bei etwa 0,34 USD lag. Im März 2024 erreichte Nvidia erstmals eine Marktkapitalisierung von über 2 Billionen US-Dollar.

Tesla

Im Jahr 2003 gründeten Martin Eberhard und Marc Tarpenning Tesla. Im Frühjahr 2004 erhielten sie Investitionen von Risikokapitalgebern und Elon Musk wurde zum Aufsichtsratsvorsitzenden ernannt, eine Position, in der er seitdem eine maßgebliche Rolle bei Tesla spielt. Das Unternehmen begann als Elektroautohersteller und ging 2010 an die Börse. Der Aktienkurs hatte eine durchwachsene Entwicklung, fiel 2011 auf 0,36 USD und stieg dann 2013 auf ein neues Hoch. Zwischen 2014 und 2020 stagnierte der Kurs bei 10 bis 20 USD, stieg jedoch bis 2022 auf ein Allzeithoch von 356 USD. Im vierten Quartal 2022 verzeichnete das Unternehmen einen Rückgang von etwa 36 Prozent, erholte sich jedoch seitdem wieder. Die Schwankungen im Aktienkurs von Tesla können auch auf die Aktivitäten von Elon Musk in Bezug auf den ehemaligen Mikroblogging-Dienst Twitter zurückgeführt werden.

Einzelaktien, ETFs oder Fonds?

Die Aktien der glorreichen Sieben sind äußerst attraktiv für Privatanleger, da sie als Einzelaktien verfügbar sind und auch in Fonds und ETFs enthalten sind. Wenn man sich für den Kauf von Fonds oder ETFs entscheidet, erhält man kleinere Anteile an den Aktien, was zu einer breiteren Diversifikation des Portfolios führt. Allerdings besteht auch ein Risiko, da die Performance des Fonds oder ETFs von verschiedenen Faktoren abhängt, wie beispielsweise dem Management oder der Zusammensetzung des Indexes. Als Privatanleger ist es daher ratsam, sich regelmäßig mit den Kursen und Unternehmen der glorreichen Sieben auseinanderzusetzen und diese Informationen täglich oder zumindest regelmäßig zu überprüfen. Dies ermöglicht eine fundierte Entscheidung über den Kauf oder Verkauf von Anteilen und hilft, potenzielle Risiken zu minimieren.

Welche sind die teuersten Aktien weltweit?

Der Preis einer Aktie allein sagt wenig über den Wert des Unternehmens aus, da dieser lediglich den aktuellen Marktpreis der einzelnen Aktie widerspiegelt. Entscheidend für den Wert des Unternehmens ist die Marktkapitalisierung, die sich aus dem Aktienkurs multipliziert mit der Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien ergibt. Ein Beispiel hierfür ist Microsoft, dessen Marktkapitalisierung derzeit bei drei Billionen US-Dollar liegt, eine Microsoft-Aktie aber nur etwas mehr als 400 US-Dollar kostet. Dies ist auf zahlreiche Aktiensplits in der Vergangenheit zurückzuführen, bei denen der Wert einer Aktie reduziert und die Anzahl der Aktien im entsprechenden Verhältnis vergrößert wird. Dies erhöht die Liquidität und ermöglicht es jedem, die Aktien zu erschwinglichen Preisen zu erwerben.

Auf dem fünften Platz der teuersten Aktien weltweit liegt die des Zoologischen Gartens Berlin. Der Kurs liegt bei 7.500 Euro. Die Aktie ist fast schon ein Sammlerstück und wirft keine Dividenden aus. Auf dem vierten Platz liegt die Aktie des deutschen Unternehmens Bastfaserkontor. Diese kostet etwa 8.100 Euro und gehört zu den seltenen Aktien. Platz drei übernimmt Next. Der Bekleidungseinzelhändler gehört zu den größten der Welt und hat seinen Sitz in Großbritannien. Der Wert pro Aktie liegt bei knapp 8.500 Euro. Auf dem zweiten Platz liegt Lindt & Sprüngli. Das Schweizer Unternehmen bringt es auf 108.000 Euro pro Aktie. Das ist zeitgleich auch die teuerste Aktie Europas. Das Unternehmen zählt zu denjenigen, die Aktiensplits ablehnen, um die Exklusivität zu wahren.

Die teuerste Aktie gehört zwar nicht zu den glorreichen Sieben, aber einem sehr bekannten Unternehmer. Die Aktien gehört zu Warren Buffets Holding Berkshire Hathaway. Die Berkshire Hathaway A wird aktuell mit einem Kurs von 570.000 Euro oder 617.000 USD gehandelt. Gleichzeitig ist die Marktkapitalisierung der Holding bei 820 Milliarden Euro. Zu der Holding gehören mehrere Unternehmen. Es gibt auch eine B-Aktie, die sich selbst Privatanleger wieder leisten können.

Prognosen für die Börse und den Aktienmarkt

Es gibt einige belastende Faktoren, die eine schlechte Stimmung hervorrufen können. Da ist zum einen der Fachkräftemangel, der 2024 schlimmer werden wird. Zum anderen ist ein Unsicherheitsfaktor der hohe Energiepreis. Der soll Prognosen zufolge das Hauptproblem in den nächsten Jahren für die deutsche Wirtschaft werden. Grund dafür ist die langsame Umstellung der Energieerzeugung auf günstigeren regenerativen Strom. Die versäumte Zeit rächt sich jetzt. Allerdings gibt es nun keine andere Möglichkeit, als etwas zu tun, damit die Lage nicht verschlechtert wird. Dabei entsteht dank Kreativität oft Innovation. Wenn man etwas bewegt, bewegen sich meist auch entsprechende Aktienkurse.

Etwas Gutes in der Prognose: Die Inflation geht nun wieder deutlich herunter. Im November 2023 lag sie bei 3,2 Prozent. Die Preise gehen auch merklich zurück, sowohl für Treibstoffe als auch für Nahrungsmittel ist ein Kipppunkt erreicht. Damit gibt es keinen Grund mehr für hohe Zinsen und der Leitzins sollte bis Ende 2024 zurückgehen. Damit ist vorsichtiger Optimismus angesagt. Sollte es keine weiteren Krisenherde geben, so könnte das das beste Aktienjahr seit Jahren werden. Inwiefern die glorreichen Sieben dazu beitragen oder welche Rolle diese Aktien spielen, bleibt dabei offen.

Fazit

Die glorreichen Sieben sind Aktien von sieben sehr bekannten und großen Unternehmen, die eine große Marktkapitalisierung an den Tag legen. Die Aktien werden teilweise gesplittet, damit mehr Privatanleger partizipieren können. Zu den Sieben gehören Amazon, Apple, Meta, Nvidia, Microsoft, Tesla und Alphabet. Wer sich grundsätzlich mit dem Thema Aktien auseinandersetzt, sollte diese Aktien zumindest im Blick haben.

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Über den Autor

Autorenprofil: Lea Minge

Lea Minge

Lea ist bei Gründer.de für die täglichen News zuständig. Im Bereich Wirtschaft, Startups oder Gründer hat sie den Überblick und berichtet von den neuesten Trends, Entwicklungen oder Schlagzeilen. Auch bei der Sendung “Die Höhle der Löwen” ist sie eine wahre Expertin und verfolgt für unsere Leser jede Sendung. Damit kennt sie die wichtigsten DHDL-Startups, -Produkte und Informationen zu den Jurymitgliedern. Daneben hat sie immer einen Blick auf die neuesten SEO-Trends und -Anforderungen und optimiert fleißig den Content auf Gründer.de. Neue Ideen für Texte bleiben da nicht aus. Schon früh interessierte sie sich fürs Schreiben, weshalb sie ein Studium in Germanistik und Kommunikations- und Medienwissenschaft in Düsseldorf absolvierte. Nach Abschluss ihres Bachelors macht sie seit Oktober 2022 ihr Volontariat in der Online-Redaktion von Gründer.de.

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