„Das könnte nach vorne losgehen“, heißt es in fröhlicher, bunter Schrift auf der Instagram-Page von Manti Manti. Dahinter verbirgt sich ein neues Startup. Doch wer sind die Gründer – oder sollte man besser sagen Gründerinnen?! Niemand geringeres als EDITION F-Gründerin Susann Hoffmann und Ex-Amorelie-CCO Philippa Koenig. In Kontakt kamen Hoffmann und König übrigens über eine gemeinsame Freundin: Amorelie-Gründerin Lea Sophie Cramer. Diese gründete 2013 gemeinsam mit Sebastian Pollok den berühmten Online-Erotikshop Amorelie.
Manti Manti: Ein Startup für nachhaltige Brillen
Erst kürzlich hatten die Gründerinnen ihre Zusammenarbeit über LinkedIn bekannt gemacht. Doch lange war unbekannt, was genau die beiden Gründerinnen planten. Nun ist die Katze aus dem Sack: Bei Manti Manti geht es um Brillen. Im Fokus des Unternehmens stehen vor allem nachhaltige Kinderbrillen. Doch auch weitere ergänzende Produkte sind in Planung, beispielsweise Inhalte und Storytelling für Kinder rund um das Thema nachhaltige Brille.
Die Gründerinnen sehen hier einen Markt mit Wachstumspotenzial. „2,7 Millionen Kinder zwischen 0 und 13 Jahren tragen in Deutschland eine Brille. Tendenz: Steigend!“, heißt es in einem Instagram-Post des Startups.
Ein erfahrenes Business-Duo
Beide Frauen haben bereits einige Erfahrung in Sachen Startup vorzuweisen – sowohl positiver als auch negativer Art, könnte man sagen.
Susann Hoffmann stieg Anfang 2021 beim von ihr gemeinsam mit Nora-Vanessa Wohlert gegründeten feministischen Online-Magazin EDITION F aus. Im August 2022 meldete das Frauenmagazin dann Insolvenz an. Sie weiß also, dass eine Gründung auch mal nach hinten los gehen kann. Umso mutiger, dass sie erneut den Sprung ins kalte Wasser wagt.
Zudem hat sie eine ebenfalls erfahrene Partnerin an Board: Philippa Koenig war eine der ersten Mitarbeiterinnen des Online-Erotikshops Amorelie. Danach arbeitete sie laut eigenen Angaben als Beraterin für verschiedene Startups im Bereich E-Commerce und Marketing. Amorelie galt lange als deutsches Vorzeige-Startup. Anfang dieses Jahres machte jedoch auch der Erotik-Onlineshop Negativschlagzeilen. Denn nach einem Weiterverkauf an die Eqom Gruppe wurden massenhaft Mitarbeiter entlassen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Koenig das Unternehmen bereits verlassen.

Luisa Kleinen