Produkte für eine unterschätze Intoleranz

Gründer-Geheimnis HistaFit: Dein Support bei Histamin-Intoleranz

Eine Histamin-Intoleranz betrifft mehr Menschen, als du glauben wirst. Allerdings wissen viele noch gar nicht, dass sie davon betroffen sind. Oftmals wird diese Intoleranz sehr spät entdeckt. Dank HistaFit gibt es aber Produkte, die für ein histaminarme Ernährung optimal sind. Bis zur Gründung von HistaFit war es für Betroffene schwierig das Bewusstsein und die richtigen Produkte zu finden. Ana Hansel und Melina Neumann, die Gründerinnen von HistaFit erzählen im Gründer-Geheimnis von ihrer eigene Betroffenheit und wie sie daraus ein erfolgreiches Unternehmen entwickelt haben.

Ana Hansel und Melina Neumann sind die Gründerinnen von HistaFit und bringen die eigene Erfahrung mit ins Unternehmen. Die beiden sind von einer Histamin-Intoleranz betroffen und haben damit eine Nische entdeckt. Es fehlt an grundsätzlichem Bewusstsein für diese Intoleranz, aber auch an den richtigen Produkten. So sind die beiden schnell auf eine Idee gekommen und sind bis heute damit erfolgreich.

Ana kommt aus dem Marketing und ist zertifizierte Ernährungsberaterin. Sie kümmert sich um Marketing, Vertrieb, Produktmanagement bei HistaFood und HistaNutri, sowie technischen Support und Administration. Melina hat einen Master in Prävention und Gesundheitsmanagement und kümmert sich um die Bereich Social Media, PR, Fachliches, Finanzen, Personalmanagement und Onlinekurse. Was HistaFit ausmacht und was die beiden dir für Tipps mitgeben können, erfährst du in unserem Gründer-Geheimnis.

Phase 1 – Ideenfindung

Wie genau entstand die Geschäftsidee für HistaFit?

HistaFit ist im Grunde genommen aus unserem eigenen Bedürfnis entstanden: Wir sind bzw. waren beide von einer Histamin-Intoleranz betroffen und mussten uns über einen gewissen Zeitraum histaminarm ernähren. Dabei haben wir unabhängig voneinander festgestellt, dass es hierfür so gut wie keine ausgewiesenen Produkte auf dem Markt gibt. Außerdem fehlte uns Unterstützung im Umgang mit dieser doch sehr komplexen Stoffwechselstörung. Die Ernährungsumstellung sowie die Ursachenforschung und Einnahme passender Nahrungsergänzungsmittel war für uns deshalb ziemlich anstrengend und zeitintensiv.  

Als wir uns kennengelernt haben, war schnell klar: Das müssen wir ändern! Deshalb haben wir im ersten Schritt HistaFit gegründet und Onlinekurse sowie Coachings für Betroffene entwickelt, um aufzuklären und sie auf dem Weg zu mehr Wohlbefinden zu unterstützen. Im Jahr darauf folgten unsere HistaNutri Nahrungsergänzungsmittel, die für eine histaminarme Ernährung geeignet sind und nach einem weiteren Jahr unsere HistaFood Bio Lebensmittel.

Warum habt ihr euch für den Namen “HistaFit” entschieden?

Uns war von Anfang klar: Es muss erkennbar sein, dass Histamin in unserem Unternehmen eine zentrale Rolle spielt. Zudem wollten wir verdeutlichen, dass wir Betroffenen zu mehr Wohlbefinden verhelfen möchten. Der Name sollte kurz, aber aussagekräftig sein. So kamen wir zu “HistaFit”.

Wie und wann habt ihr erkannt, dass es sich um ein lukratives Geschäftsmodell handelt?

Wir haben den Markt ja schon länger beobachtet, weil wir selbst betroffen sind und nach Lösungen gesucht haben. Dabei haben wir festgestellt, dass es bisher so gut wie keine Produkte gibt bzw. wir hier eine Nische bedienen können, die noch gar nicht richtig erschlossen ist.
Und dann dachten wir, ok, cool – wir sind also echte Pioniere für die Themen Histamin-Intoleranz und histaminarme Ernährung. Hier können wir richtig was bewegen und anderen Betroffenen helfen bzw. den Bedarf decken. Und das hat sich dann auch bestätigt. Wir sind eigentlich von Tag 1 an profitabel gewesen.

Phase 2 – Planung

Wie habt ihr euch bei der Planung unterstützen lassen?

Bei der Planung hatten wir Unterstützung durch den Female Health Incubator in Hannover. Dieses Programm unterstützt Startups bei den ersten Schritten und dort konnten wir viel für unseren Unternehmensaufbau mitnehmen – sei es Finanzplanung oder Design Thinking. Vieles haben wir aber auch auf eigene Faust recherchiert oder einfach ausprobiert.

Wie habt ihr den Businessplan erstellt?

Beim Businessplan ist es wichtig, sich vor Augen zu führen, dass dies ein Entwurf ist, der immer wieder angepasst werden kann und dass wahrscheinlich nicht alles genau so eintreten wird, wie man es plant. Für die Marktanalyse haben wir Eigenrecherche betrieben und eine eigene Umfrage in unserer Community gestartet. Den Finanzplan haben wir mit Excel erstellt und diesen an unsere allgemeine Jahresplanung angelehnt. Wichtig hierbei sind vor allem geplante Umsätze, Kostenstruktur und Liquidität. Die Zusammensetzung des Gründerteams ergab sich bei uns von allein. Hierbei war anfangs wichtig, eine klare Aufgabenverteilung vorzunehmen, damit jede Gründerin ihren Bereich hat und es zu keinen Missverständnissen kommt.

Welche Schritte standen noch an, bis eure Plattform online ging?

Technische Schritte waren zum einen die Erstellung einer Website und eines Kurs-Portals sowie das Aufnehmen und Schneiden der Onlinekurse. Dies hat uns sehr viel Zeit und Aufwand gekostet, da wir in diesem Bereich wenig Erfahrung hatten. Hier war unser Learning aber ganz klar: Lieber fertig als perfekt. Melina hat die ersten Kurse in ihrem alten Kinderzimmer ohne großartiges technisches Equipment aufgenommen. Zudem mussten wir warten, bis unsere Marke HistaFit angemeldet war, damit wir loslegen konnten. In der Zwischenzeit haben wir uns eine große Community auf Social Media aufgebaut, um uns mit unseren Kunden zu connecten.

Phase 3 – Gründung

Wie viel Potenzial besitzt diese Branche, warum sollten angehende Gründer in dem Bereich neue Konzepte entwickeln?

Der Gesundheitsbereich ist eine Branche, die unserer Meinung nach aktuell viel zu kurz kommt. Die Zahlen an chronisch degenerativen Erkrankungen und auch an Nahrungsmittel-Intoleranzen und Allergien steigen und es gibt hier für Betroffene zu wenig Unterstützung und Angebote. Mit HistaFit sind wir 2020 in eine Nische eingetaucht, die es in der Komplexität noch gar nicht gab. Mittlerweile gibt es immer mehr Unternehmen, die sich Gesundheitsthemen annehmen. Das freut uns sehr. Auch im Lebensmittel- und Nahrungsergänzungsmittelbereich gibt es noch einiges zu optimieren, besonders in den Punkten “Inhaltsstoffe/ Zusatzstoffe” und “Nachhaltigkeit”.

Welche Vorteile bietet ein Online-Business für euch als Gründerinnen von HistaFit?

Was wir am Online-Business am meisten lieben, ist unsere räumliche und zeitliche Freiheit und Unabhängigkeit. Wir können quasi von überall aus arbeiten und zu jeder Uhrzeit, die uns passt. Zudem fallen Kostenfaktoren wie Miete und Fahrtkosten weg.

Welche Fehler habt ihr mit HistaFit gemacht?

Wir haben das ein oder andere Mal nicht auf unser Bauchgefühl gehört und unter Druck voreilige Entscheidungen getroffen, die nicht immer optimal waren. Dennoch haben wir daraus gelernt und vieles aus diesen Situationen mitnehmen können.

Wann und warum habt ihr euch entschieden, bei “Die Höhle der Löwen” teilzunehmen?

Wir schauen “Die Höhle der Löwen” bereits seit Jahren und sind große Fans. Somit haben wir seit der Gründung von HistaFit damit geliebäugelt, uns mit unseren “HistaFood”-Produkten vor den Löwen zu präsentieren. Für uns war letztes Jahr der perfekte Zeitpunkt, da wir schon ein paar ausgereifte und marktfähige Produkte entwickelt haben und weitere Unterstützung im Bereich Vertrieb und Marketing benötigten.

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Phase 4 – Wachstum

Welche Meilensteine habt ihr mit HistaFit schon erreicht?

Da gibt es einige tolle Meilensteine, die wir schon erreicht haben. Mit HistaFit haben wir mit unseren digitalen Kursen, Kuren und Ernährungsberatungen schon tausende Betroffene ermutigt und dabei unterstützt, sich mit ihrer Intoleranz zu beschäftigen und wieder zu mehr Beschwerdefreiheit zu gelangen. Außerdem haben wir einen Histaminkongress für Betroffene und Interessierte ins Leben gerufen und einen Onlinekurs sowie histaminarme Rezepte für eine der größten Krankenkassen Deutschlands entwickelt.

Mit HistaNutri haben wir ein umfangreiches Sortiment an hochwertigen histaminarmen Nahrungsergänzungsmitteln, die sehr gut angenommen – und vor allem auch sehr gut vertragen werden. Sie sind in Deutschland hergestellt, vegan und ohne unnötige Zusatzstoffe.

Mit unserem HistaFood bieten wir verschiedene super leckere Bio Lebensmittel an, die für eine histaminarme Ernährung geeignet – und dazu noch vegan und glutunfrei sind. Wir vertreiben unsere Produkte aktuell vor allem online, aber mittlerweile sind sie auch schon in vielen Supermärkten zu finden. Das war für uns auch einer der schönsten Momente seit der Gründung, als wir die ersten Fotos mit unseren Produkten im Regal oder Display von unserer Community bekommen haben. Das positive Feedback von den Menschen, die sich histaminarm ernähren möchten oder müssen ist einfach überwältigend und gibt uns jeden Tag die Kraft und den Ansporn weiterzumachen. Wir sind auch total dankbar für unser Team und alle, die uns auf unserem Weg unterstützen. Ohne sie wären wir nicht soweit gekommen!

Was macht HistaFit so besonders?

HistaFit bietet ein Rundum-Sorglos-Paket für Menschen an, die Probleme mit Histamin haben oder sich und ihrem Körper etwas Gutes tun möchten. Von Aufklärung und Kuren über die passende Nährstoffzufuhr bis hin zu super leckeren Bio Lebensmitteln, die die Ernährung genussvoller und stressfreier gestalten ist alles dabei. Zudem stehen wir mit unserem Team persönlich mit Rat und Tat zur Seite und kämpfen dafür, dass das Thema Histamin mit Aufmerksamkeit in der Gesellschaft bekommt.

Welche Marketing-Kanäle habt ihr bisher genutzt?

Schon bevor wir HistaFit ins Leben gerufen haben, hatte Melina einen persönlichen Instagram-Blog zum Thema Histamin und hat dort eine Community aufgebaut, die wir von HistaFit begeistern konnten. Social Media ist bis heute ein erfolgreicher Marketingkanal, da wir über Instagram und Co. sehr nah an unserer Zielgruppe sind und durch die gemeinsame Leidensgeschichte eine starke Verbindung zu unserer Community haben. Zudem nutzen wir E-Mail Marketing sowie Ads.

Welche geheimen Tipps könnt ihr angehenden Gründern geben?

  1. Wartet nicht zu lange mit dem Launch des Produktes/ der Dienstleistung. Es muss anfangs nicht perfekt sein, Hauptsache es ist erst einmal da.
  2. Fehler werden immer passieren und das ist auch gut so. Denn wir können immer etwas daraus mitnehmen. 
  3. Habt eine klare Vision, wie euer Produkt aussehen soll, wem es helfen soll und wo ihr es vertreiben möchtet. 
  4. Arbeitet an eurem Mindset auf verschiedenen Ebenen – Unternehmenswachstum geht nicht ohne persönliches Wachstum.

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Über den Autor

Autorenprofil: Lea Minge

Lea Minge

Lea ist bei Gründer.de für die täglichen News zuständig. Im Bereich Wirtschaft, Startups oder Gründer hat sie den Überblick und berichtet von den neuesten Trends, Entwicklungen oder Schlagzeilen. Auch bei der Sendung “Die Höhle der Löwen” ist sie eine wahre Expertin und verfolgt für unsere Leser jede Sendung. Damit kennt sie die wichtigsten DHDL-Startups, -Produkte und Informationen zu den Jurymitgliedern. Daneben hat sie immer einen Blick auf die neuesten SEO-Trends und -Anforderungen und optimiert fleißig den Content auf Gründer.de. Neue Ideen für Texte bleiben da nicht aus. Schon früh interessierte sie sich fürs Schreiben, weshalb sie ein Studium in Germanistik und Kommunikations- und Medienwissenschaft in Düsseldorf absolvierte. Nach Abschluss ihres Bachelors macht sie seit Oktober 2022 ihr Volontariat in der Online-Redaktion von Gründer.de.

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