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Zeitdruck: Mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer sind davon betroffen

Zeitdruck ist etwas, das besonders viele Menschen in ihrem Arbeitsalltag betrifft. Nicht nur, dass es sich anfühlt, als müsse man die Aufgaben schneller erledigen, sondern auch die Aufgabenmenge könnte ein Kriterium sein. Selbst eine Studie zeigt das. Finde mehr dazu in diesem Artikel heraus.

Zeitdruck als Belastung

Zeitdruck kann als eine große Belastung empfunden werden. In der heutigen schnelllebigen Gesellschaft, in der alles immer schneller und effizienter erledigt werden muss, fühlen sich viele Menschen unter Druck gesetzt, ihre Aufgaben in kürzester Zeit zu erledigen. Hinzukommt, dass man bereits jetzt die Folgen des Fachkräftemangels spüren kann. Es gibt weniger Arbeitnehmer für das gleiche Aufgabenpensum, wodurch sich die Aufgaben auf bereits ausgelastete Mitarbeiter verteilen. Der Druck kann im schlimmsten Fall sogar körperliche Folgen mit sich ziehen. Zudem kann übermäßiger Zeitdruck die Qualität der Arbeit belasten, da vermeintlich kaum Zeit für die Sorgfalt bleibt. Studienergebnisse unter Mauern die Annahme, dass sich immer mehr Menschen unter Zeitdruck fühlen.

Ergebnisse einer Studie

Der Report „Gesunde Arbeit Betriebliche Prävention aus Sicht der Beschäftigen“ zeigt die Ergebnisse des DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund)-Index ‚Gute Arbeit‘ aus dem Jahr 2023 auf. Dabei handelt es sich um eine Umfrage, bei der 6.266 Arbeitnehmer Auskunft über ihren Gesundheitszustand, ihre Arbeitsbelastung und Maßnahmen gaben. Im Allgemeinen beschreiben 60 Prozent der Befragten, dass ihr Gesundheitszustand „gut“ oder „sehr gut“ ist.

In der Umfrage kristallisierten sich vier Belastungsarten heraus. Neben Zeitdruck sind auch körperlich schwere Arbeit, Lärm und Konflikte dabei. 50 Prozent der Befragten haben „oft“ oder sogar „sehr häufig“ Zeitdruck. Lediglich 14 Prozent geben an, dass sie nie Zeitdruck haben. Die anderen drei Kategorien kommen im Vergleich weniger oft vor. Je mehr dieser Belastungen auf eine Person zutreffen, desto schlechter wurde auch der Gesundheitszustand. Außerdem mussten die Befragten angeben, ob sie glauben, die Tätigkeit bis zur Rente durchzuhalten. Je mehr Belastungen sie ausgesetzt sind, desto eher glauben die Befragten, diese bis zur Rente nicht durchzuhalten.

Präventionsmaßnahmen

Um Zeitdruck zu verhindern, berichten lediglich 14 Prozent der Befragten von wirksamen Präventionsmaßnahmen seitens des Arbeitgebers. Die meisten stehen den Maßnahmen wie Schulungen zur Stressbewältigung oder Trainings zur Achtsamkeit, Resilienz und Entspannung eher skeptisch gegenüber. Jeder Dritte, der Zeitdruck angab, bekam einen solchen Kurs angeboten, alle anderen nicht. Die Wirksamkeit stellen die Befragten in Frage. Sowohl die Teilnehmer, die Kurse absolvierten, als auch welche, die sie nicht absolvierten. Weitere Präventionsangebote wurden nicht aufgeführt.

Folgen von Zeitdruck

Zeitdruck führt in der Regel zu Stress, kann aber auch weitere Folgen darüber hinaus haben. „Kleine“ Symptome sind beispielsweise zuckende Augen, Konzentrationsschwäche oder Kopfschmerzen. Darüber hinaus können aber auch Angstzustände, Erschöpfungs- und Ermüdungszustände, Herz-Kreislauf-Probleme oder Magenprobleme auftreten. Das sind Alarmzeichen des Körpers, auf die jeder Mensch hören sollte. Tut der Mensch das nicht, können auch mentale Krankheiten wie Burnout oder Depression oder ein Herzinfarkt die Folge sein. Stress hat unterschiedlichste Ausprägungen und zeigt sich bei jedem Menschen anders. Nicht jeder bekommt bei dauerhaft zu hohem Stress einen Herzinfarkt, aber das Risiko steigt dennoch. Reduziert man den Zeitdruck, kann auch das Stresslevel reduziert werden, wodurch die Gefahr für die oben genannten Folgen sinkt.

Der Auslöser für all die Folgen ist das Missmanagement von Arbeitsintensität und zeitlicher Ressource. 90 Prozent der Befragten fühlen sich gehetzt. Besonders häufig kommt diese Angabe von Menschen aus dem Gesundheitssystem, unternehmensbezogenen Dienstleistungen, dem Baugewerbe und dem Lebensmittel- und Gastgewerbe.

Techniken, um die Zeit einzuteilen

Damit du trotz deiner vielen Aufgaben den Überblick behältst und nicht unter Zeitdruck gerätst, stellen wir dir drei Techniken vor, die sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten als effektives Mittel für ein ordentliches Zeitmanagement herausgestellt haben.

Eisenhower-Matrix

Die Eisenhower-Matrix ist ein einfaches, aber effektives Produktivitätswerkzeug, das der ehemalige US-Präsident Dwight D. Eisenhower entwickelte. Die Matrix ist ein Vier-Quadranten-Raster, das Einzelpersonen dabei hilft, Aufgaben nach ihrer Bedeutung und Dringlichkeit zu priorisieren. Die oberen beiden Quadranten konzentrieren sich auf wichtige Aufgaben, wobei ein Quadrant den dringenden und wichtigen Aufgaben gewidmet ist und der andere Quadrant wichtigen, aber nicht dringenden Aufgaben gewidmet ist. Die unteren beiden Quadranten sind für Aufgaben vorgesehen, die entweder dringend, aber nicht wichtig sind oder weder dringend noch wichtig sind. Durch die Kategorisierung von Aufgaben auf diese Weise hilft die Eisenhower-Matrix Einzelpersonen, ihre Zeit und Energie effizienter einzuteilen und sicherzustellen, dass sie zuerst die wichtigsten und wirkungsvollsten Aufgaben priorisieren.

Eat the Frog- Prinzip

Das Konzept stammt von dem Sprichwort: „Wenn du jeden Morgen als Erstes einen lebendigen Frosch isst, kannst du den Tag mit der Gewissheit angehen, dass dies wahrscheinlich das Schlimmste ist, was dir den ganzen Tag passieren wird.“ Indem man die schwierigste Aufgabe priorisiert, hilft es, Prokrastination zu vermeiden und die Produktivität im Laufe des Tages sicherzustellen. Dieses Prinzip ermutigt Einzelpersonen dazu, ihre Ängste zu konfrontieren und Hindernisse direkt anzugehen, was zu einem Gefühl der Erfüllung und gesteigerter Motivation führt. Indem man die anspruchsvollste Aufgabe frühzeitig erledigt, schafft man auch mentalen Raum und Energie für andere wichtige Aktivitäten.

Pomodoro-Technik

Die Pomodoro-Technik ist eine Zeitmanagement-Methode, die in den späten 1980er Jahren von Francesco Cirillo entwickelt wurde. Die Technik ist nach dem italienischen Wort für Tomate benannt, da Cirillo einen küchenförmigen Timer in Tomatenform verwendete, um seine Methode umzusetzen. Das Hauptkonzept hinter der Pomodoro-Technik besteht darin, die Arbeit in Intervalle von typischerweise 25 Minuten, sogenannte „Pomodoros“, aufzuteilen, die von kurzen Pausen unterbrochen werden. Nachdem vier Pomodoros abgeschlossen wurden, folgt eine längere Pause von etwa 15-30 Minuten. Diese Technik zielt darauf ab, Fokus und Produktivität zu verbessern, indem strukturierte Arbeitszeiträume und regelmäßige Pausen angeboten werden, um Überlastung zu vermeiden. Indem Aufgaben in überschaubare Abschnitte unterteilt und konkrete Ziele für jeden Pomodoro festgelegt werden, können Einzelpersonen ihre Zeit effektiv verwalten und ihre Energielevel über den Tag hinweg aufrechterhalten.

Fazit zum Zeitdruck

Zeitdruck kann den Menschen ungemein belasten. Ständiger Druck führt zu Stress, was körperliche und mentale Folgen mit sich zieht. Daher ist es wichtig, Strategien zu entwickeln, um mit Zeitdruck umzugehen und die eigene Belastung zu reduzieren, um langfristige negative Auswirkungen auf die Gesundheit zu vermeiden. Die Eisenhower-Matrix, das Eat-the-Frog-Prinzip oder die Pomodoro-Technik sind nur Beispiele dafür, wie du deine Aufgaben besser einordnen kannst. So kannst du Stück für Stück daran arbeiten, deinen Stress durch Zeitdruck zu verringern.

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Über den Autor

Autorenprofil: Lea Minge

Lea Minge

Lea ist bei Gründer.de für die täglichen News zuständig. Im Bereich Wirtschaft, Startups oder Gründer hat sie den Überblick und berichtet von den neuesten Trends, Entwicklungen oder Schlagzeilen. Auch bei der Sendung “Die Höhle der Löwen” ist sie eine wahre Expertin und verfolgt für unsere Leser jede Sendung. Damit kennt sie die wichtigsten DHDL-Startups, -Produkte und Informationen zu den Jurymitgliedern. Daneben hat sie immer einen Blick auf die neuesten SEO-Trends und -Anforderungen und optimiert fleißig den Content auf Gründer.de. Neue Ideen für Texte bleiben da nicht aus. Schon früh interessierte sie sich fürs Schreiben, weshalb sie ein Studium in Germanistik und Kommunikations- und Medienwissenschaft in Düsseldorf absolvierte. Nach Abschluss ihres Bachelors macht sie seit Oktober 2022 ihr Volontariat in der Online-Redaktion von Gründer.de.

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