Fehlende Investitionen für Startups

Fehlende Investitionen: Flaute bei Startups

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Nach dem Boom im Jahr 2021 folgt jetzt die Ernüchterung. Startups haben im Jahr 2022 deutlich weniger Geld von Investoren und Finanzrunden erhalten. Dabei sind sie auf das Geld angewiesen. Was die fehlenden Investitionen für die Startups nun bedeuten und was der Grund dafür sein kann, erfährst du hier.

Weniger Investitionen in Startups

Startups haben zu Anfang der Pandemie gelitten, doch dank vieler Risikokapitalgeber wurden weitere Investitionen getätigt. So konnten Startups sich trotz Krisensituation entfalten und weiterentwickeln. Im Jahr 2022 ging der Risikokapitialfluss jedoch zurück. Neben der Corona-Pandemie kamen Inflation und Ukrainekrieg hinzu, was das grundsätzliche Risiko wohl gesteigert hat und zu fehlenden Investitionen führte.

Die fehlenden Investitionen machen sich deutlich in den Zahlen bemerkbar. Zwar wurden 2022 rund 9,9 Milliarden Euro Risikokapital ausgeschüttet, allerdings waren das rund 43 Prozent weniger als im Jahr davor. Auch die Anzahl der abgeschlossenen Deals ging zurück. So waren es 1008 Deals; durch die fehlenden Investitionen waren es aber auch hier 13 Prozent weniger, als im Vorjahr. Zu diesen Ergebnissen kam die Beratungs- und Prüfgesellschaft EY.

In den 37 großen Finanzierungsrunden, die über das Jahr hinweg anliefen, kam ein Volumen von 50 Millionen Euro zusammen, was nur halb so viel wie im Vorjahr war. Im großen Vergleich aller Daten, war 2022 dennoch das zweitbeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2015 – und das trotz Krisen und fehlenden Investitionen.

Warum brauchen Startups Geld?

Startups sind grundsätzlich auf Investitionen angewiesen, da sie zu Beginn ihrer Laufbahn keine Gewinne schreiben. Im besten Fall schreiben sie zu Anfang keine roten Zahlen. Konzerne und und Investoren geben Startups Geld, weil sie das Konzept, die Idee oder das Startup generell lukrativ und innovativ finden. Damit fördern sie das Wachstum und die Entwicklung des Startups. Durch die fehlenden Investitionen werden die Startups nun auf ihrem Weg nach oben gebremst. Das Geld kommt nicht von alleine und bei den aktuellen Umständen in der Welt werden die Risiken immer größer.

Corona traf die Gründer-Szene in Deutschland schwer, knockte diese aber nicht vollends aus. In 2021 war eine Erholung möglich. Nun müssen Startups sich wieder auf härtere Zeiten einstellen, denn die nächsten Krisen sind schon auf dem Weg. So hohe Investitionen von 17,4 Milliarden Euro, wie es im Jahr 2021 gab, rücken in ferne Zukunft. Damit wird es für Startups schwieriger Geld zu bekommen bzw. die Investoren zu überzeugen, sie auch in schwierigen Zeiten zu unterstützen.

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Über den Autor

Autorenprofil: Lea Minge

Lea Minge

Lea ist bei Gründer.de für die täglichen News zuständig. Im Bereich Wirtschaft, Startups oder Gründer hat sie den Überblick und berichtet von den neuesten Trends, Entwicklungen oder Schlagzeilen. Auch bei der Sendung “Die Höhle der Löwen” ist sie eine wahre Expertin und verfolgt für unsere Leser jede Sendung. Damit kennt sie die wichtigsten DHDL-Startups, -Produkte und Informationen zu den Jurymitgliedern. Daneben hat sie immer einen Blick auf die neuesten SEO-Trends und -Anforderungen und optimiert fleißig den Content auf Gründer.de. Neue Ideen für Texte bleiben da nicht aus. Schon früh interessierte sie sich fürs Schreiben, weshalb sie ein Studium in Germanistik und Kommunikations- und Medienwissenschaft in Düsseldorf absolvierte. Nach Abschluss ihres Bachelors macht sie seit Oktober 2022 ihr Volontariat in der Online-Redaktion von Gründer.de.

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