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Kleinere Betriebe und Soloselbstständige stufen ihre wirtschaftliche Lage schlecht ein

Unsicherheit bei Soloselbstständigen durch den Ukraine-Krieg

Nach der Corona-Krise müssen Soloselbstständige und kleinere Betriebe die nächste Herausforderung bewältigen: die Auswirkungen des Ukraine-Krieges. Obwohl sich viele Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung gemacht haben, erwarten die meisten Soloselbstständigen eine noch schlechtere Lage als zuvor. Preiserhöhungen und steigende Energiekosten lassen viele Betriebe das Vertrauen in die Zukunft verlieren.

Ifo-Umfrage: Unsicherheit bei Soloselbstständigen greift um sich

Nicht nur große und etablierte Unternehmen befürchten Auswirkungen durch den Ukraine-Krieg auf das Geschäft. Auch und vor allem Soloselbstständige und kleinere Betriebe machen sich Sorgen um die wirtschaftliche Lage. Denn der Geschäftsklimaindex für diesen Wirtschaftsbereich brach im März auf minus 10,0 Punkte ein. Im Februar wurden noch plus 2,6 Punkte verzeichnet. Diese Ergebnisse teilte das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Donnerstag zu seiner Umfrage mit. Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe, sagte: „Die aufkeimende Hoffnung vom Februar ist aufgrund des russischen Angriffs auf die Ukraine in sich zusammengefallen. Auch bei den Kleinstunternehmen und Soloselbständigen greift die Unsicherheit um sich.“

Der deutliche Rückgang des Indexes und die Unsicherheit bei Soloselbstständigen ist auf den Absturz der Erwartungen für die kommenden sechs Monate zurückzuführen. Jedes zweite Unternehmen kündigt Preiserhöhungen an. Deshalb werden auch Kleinstunternehmen und Soloselbständige zu dieser Maßnahme greifen müssen.

Weitere wirtschaftliche Folgen durch den Ukraine-Krieg zu erwarten

Nachdem Russland am 24. Februar in die benachbarte Ukraine einmarschiert ist, reagierte der Westen mit harten Sanktionen – und das noch immer. Dies ist der Grund, warum der Ifo-Index im März eingebrochen ist. Nicht nur die steigenden Energiekosten machen Firmen, Startups, Soloselbstständige und kleinen Betrieben zu schaffen, auch Knappheiten bei vielen Materialien und Produkten. Somit dürfte das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr nur noch um 1,8 Prozent zulegen statt der noch zuvor erwarteten 4,6 Prozent. Auch eine schwere Rezession wird nicht ausgeschlossen.

Der Geschäftsklimaindex gilt als der wichtigster Frühindikator für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Für diesen werden monatlich rund 9000 Manager befragt.

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