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Mehr Hilfen in der Corona-Krise gefordert

70.000 Hotel- und Gastronomiebetrieben droht die Insolvenz

Während sich im Einzelhandel seit dem heutigen Montag, wieder ein Stück weit Normalität einstellt und Geschäfte bis 800 qm unter strengen Hygieneauflagen wieder öffnen dürfen, sieht dies bei den deutschen Hotel- und Gastronomie-Betrieben leider noch deutlich anders aus. Sie müssen weiter geschlossen bleiben – ohne jegliche Ausnahmeregelung hinsichtlich der Größe der Betriebe. Deutschlandweit steht jeder Dritte Betrieb vor der Insolvenz. Dies berichtet die „Welt am Sonntag“ mit Verweis auf den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga).

„Das sind 70.000 oft inhabergeführte Unternehmen, die die gastronomische Vielfalt unseres Landes ausmachen.“, so Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Dehoga. Bis Ende April gehen der Branche, bestehend auf gut 223.000 Hotel- und Gastronomie-Betrieben, 10 Milliarden Euro Umsatz verloren. Erschwerend kommt hinzu, dass aktuell ein Ende der Corona-Maßnahmen für die Branche nicht abzusehen ist. Der Verband macht daher erste Forderungen an den Staat laut. Dazu zählen unter anderem verantwortungsvolle Öffnungszeiten von Restaurants und Cafés oder die Absenkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent. Auch ein staatlicher Rettungsfonds mit Direkthilfen für Betriebe wird gefordert.

Politiker erkennen Notlage der Hotel- und Gastronomiebetriebe

Die Parteien diskutieren bereits intern über eine mögliche 7-Prozent-Regelung. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will beim Bund erreichen, dass die Mehrwertsteuer für den Bereich Hotel und Gastronomie auf sieben Prozent sinkt. Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wollen eine Mehrwertsteuersenkung nicht ausschließen. Die SPD zieht bei dieser Meinung ebenfalls mit. Die Finanzministerin Doris Ahnen (SPD) von Rheinland-Pfalz sagte, dass „die Absenkung der Mehrwertsteuer für eine gezielte Entlastung der Betriebe sorgen werde“. Weitere finanzielle staatliche Hilfen erwägt auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD): „Natürlich schauen wir genau, ob und wo wir gezielt weitere Hilfen benötigen“, sagte er der Welt am Sonntag.

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